Sonder-AfA für Bau neuer Mietwohnungen in Kraft

Das Gesetz zur steuerlichen Förderung des Mietwohnungsneubaus ist am 8. August im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden und damit am Tag seiner Verkündung in Kraft getreten. Im Einkommensteuergesetz (EStG) wurde dafür extra § 7b „Sonderabschreibung für Mietwohnungsneubau“ eingefügt. Die Sonder-AfA gilt demnach für Bauanträge, die nach dem 31. August 2018 und vor dem 1. Januar 2022 gestellt werden.

Gemäß § 7b EStG können für die Anschaffung oder Herstellung neuer Wohnungen im Jahr der Anschaffung oder Herstellung und in den folgenden drei Jahren Sonderabschreibungen bis zu jährlich 5 Prozent der Bemessungsgrundlage in Anspruch genommen werden. Und das zusätzlich zur bereits regulär geltenden linearen AfA in Höhe von 2 Prozent. Damit können also in den ersten vier Jahren mittels Sonder-AfA bis zu 28 Prozent der Anschaffungs- und Herstellungskosten einer neuen Mietwohnung steuerlich abgesetzt werden.

Für die Inanspruchnahme von § 7b EStG gilt folgendes zu berücksichtigen: Die Anschaffungs- und Herstellkosten der neuen Wohnungen dürfen 3.000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche (ohne Grund und Boden) nicht übersteigen. Liegen sie darüber, kann § 7b EStG nicht – auch nicht in Teilen – genutzt werden. Desweiteren muss die Wohnung mindestens zehn Jahre dauerhaft vermietet werden und die Bemessungsgrundlage für die Abschreibung ist auf maximal 2.000 Euro je Quadratmeter Wohnfläche gedeckelt.