Neuer Mietspiegel Chemnitz 2018 veröffentlicht

Neuer Mietspiegel Chemnitz 2018 veröffentlicht

Der neue Mietspiegel für die Stadt Chemnitz ist da. Zum 1. Januar 2018 ist der aktuelle „Qualifizierte Mietspiegel“ in Kraft getreten, wie die Stadt mitteilte. Er enthält eine Übersicht über die ortsübliche Vergleichsmiete und dient als Information für Vermieter und Mieter gleichermaßen auch als rechtliche Grundlage bei der Bemessung der Miete und bei Mietstreitigkeiten.

Erarbeitet wurde der Mietspiegel durch die Stadt (Amt für Informationsverarbeitung) und einer vom Stadtrat der Stadt Chemnitz berufenen Arbeitsgruppe, die sich aus Interessenvertretern der Chemnitzer Wohnungswirtschaft, der Chemnitzer Mieter sowie der Stadt Chemnitz zusammensetzte. Eine beratende Funktion hatte das Amtsgericht Chemnitz.

Es handelt sich um einen qualifizierten Mietspiegel nach Bürgerlichem Gesetzbuch, der nach wissenschaftlichen Grundsätzen erstellt und durch Interessenvertreter der Vermieter und Mieter anerkannt wurde. Um das Prädikat zu erhalten, ist er im Abstand von zwei Jahren der Marktentwicklung anzupassen und nach vier Jahren neu zu erstellen.

Die angegebenen Mietpreise geben die am Erhebungsstichtag geschuldete Nettokaltmiete wieder, d. h. ohne kalte Betriebskostenanteile, ohne Kosten für Heizung und Warmwasser sowie sonstige Zuschläge (z.B. Garage, Stellplatz, Gartennutzung).

Wo gibt es den aktuellen Chemnitzer Mietspiegel?

Der Mietspiegel steht in elektronischer Form auf der städtischen Internetseite zum kostenfreien Abruf bereit. In gedruckter Form wird der Mietspiegel voraussichtlich ab Ende Januar 2018 zur Verfügung stehen. Die gedruckte Broschüre kann für ein Entgelt in Höhe von 5 Euro bei der Stadt Chemnitz erworben werden.

Die Erhebung aktueller Mietpreisdaten des Chemnitzer Wohnungsmarktes wurde in Form einer kombinierten Mieter-/Vermieterbefragung durchgeführt. Dazu wurden die Mieten von Wohnungen, die in den letzten vier Jahren neu vereinbart oder geändert wurden, zum Stichtag 30. Juni 2017 erhoben. Dem Mietspiegel liegen Daten von 20.414 Wohnungen zugrunde, die nach einem statistischen Stichprobenverfahren für die Befragung ausgewählt wurden.