Bayern: Weniger Wohngeldhaushalte

Die Zahl der reinen Wohngeldhaushalte in Bayern sank von 45.135 zum Jahresende 2018 auf 39.843 am Jahresende 2019, was einem Rückgang von 11,7 Prozent entspricht. Das teilte das Bayerische Landesamt für Statistik mit.

37.686 Haushalte im Freistaat – und damit die überwiegende Zahl – waren Empfänger von Mietzuschuss. Gegenüber 2018 mit 42.770 Empfängern bedeutet das ein Minus von 11,9 Prozent. Einen Lastenzuschuss erhielten 2.157 Haushalte – gegenüber 2018 mit 2.365 Empfängern – ein Minus von 8,8 Prozent.

Nach Angaben der bayerischen Statistiker belief sich der durchschnittliche Wohngeldanspruch für Wohngeldempfänger reiner Wohngeldhaushalte insgesamt auf 155 Euro (2018: 153 Euro). Dabei erhielten Empfänger von Mietzuschuss durchschnittlich 153 Euro (2018: 151 Euro) und Empfänger von Lastenzuschuss durchschnittlich 191 Euro (2018: 195 Euro).

Daneben wurden an 1.504 Haushalte Leistungen gezahlt, in denen nicht alle Haushaltsmitglieder wohngeldberechtigt waren. In diesen wohngeldrechtlichen Teilhaushalten leben Personen, die keinen Anspruch auf Wohngeld haben und Personen, denen Leistungen im Rahmen von Wohngeld zustehen. Gegenüber 1 837 Empfängern Ende 2018 war hier ein Rückgang von 18,1 Prozent zu verzeichnen.

Laut § 1 Wohngeldgesetz (WoGG) dient das Wohngeld der wirtschaftlichen Sicherung angemessenen und familiengerechten Wohnens. Es wird als Zuschuss zur Miete im Rahmen von Mietzuschuss oder als Lastenzuschuss für eigenen und selbstgenutzten Wohnraum gewährt.

Der Wohngeldanspruch ist abhängig von folgenden drei Faktoren: der Anzahl der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder, der Höhe des Gesamteinkommens des Haushalts und der Höhe der zuschussfähigen Miete bzw. Belastung.