Studenten müssen mehr Miete zahlen

Studenten müssen mehr Miete zahlen

Studenten in Deutschland müssen immer mehr Miete fürs Wohnen zahlen – vor allem in Groß- und Universitätsstädten. Das belegt ein Gutachten des Instituts der deutschen Wirtschaft, dass die Neuvertragsmieten (nettokalt) seit 2010 bis heute vergleicht. Den stärksten Anstieg gab es bei den durchschnittlichen Neuvertragsmieten in Berlin – um mehr als 70 Prozent. Die Durchschnittsmiete in der Hauptstadt hat damit seit Beginn des Betrachtungszeitraums erstmals die Schwelle von 10 Euro pro Quadratmeter überschritten. Es folgen Stuttgart mit Plus 62,2 Prozent und München mit Plus 53,1 Prozent.

Neben dem genannten Spitzentrio müssen auch in drei norddeutschen Uni-Städten Studenten immer mehr Geld für Miete ausgeben. Bremen (plus 48 Prozent), Osnabrück (plus 42,9 Prozent) und Kiel (35,3 Prozent) haben ebenfalls hohe Anstiege bei den Neuvertragsmieten zu verzeichnen.

Miete: Studis müssen mit steigenden Mietpreisen rechnen

Ein Studentenwohnung mit 30 Quadratmetern kostet im Schnitt in München 665 Euro warm (2010: 532 Euro). In Berlin 430 Euro (2010: 342 Euro). In Hamburg 480 Euro (2010: 430), ebenso in Köln (2010: 424 Euro). Günstig ist es in Leipzig. Hier beträgt die Warmmiete 327 Euro (2010: 296 Euro).

In dem Gutachten kommen die Experten zur Schlussfolgerung, dass sich der Aufwärtstrends bei den Mietpreisen fortsetzt und am aktuellen Rand teilweise sogar noch an Dynamik hinzu gewinnt. Das bedeutet, dass Studenten künftig mit steigenden Mieten rechnen und in Zukunft damit vermehrt die Wohnungsmarktsituation in die Auswahl des Studienorts einbeziehen müssen.

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