Öko-Mietspiegel für Wiesbaden, Podiumsdiskussion bringt Ernüchterung.
(Wiesbaden, 18.11.2011) - Zu einer Diskussionsrunde „Öko-Mietspiegel“ für Wiesbaden hatte der umwelt- und energiepolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Karsten Koch, Experten des Darmstädter Instituts Wohnen und Umwelt sowie Vertreter des Mieterbundes, von Haus und Grund und der Wohnungsgesellschaft GWW ins Rathaus eingeladen.
Wie der "Wiesbadener Kurier" (Onlineausgabe) berichtet sei bei der schwarz-roten Koalition in Wiesbaden hinsichtlich der Erstellung eines sogenannten Öko-Mietspiegels Ernüchterung eingekehrt, da in einem Öko-Mietspiegel nur wenig „Öko“ stecke. Ein Öko-Mietspiegel, erklärte Roland Alles vom unabhängigen Institut Wohnen und Umwelt auf einer Podiumsdiskussion, ist „kein Instrument, die Welt zu verbessern, sondern nur ein Instrument des Mietrechts“. Anstelle mit dem Prädikat „Öko“ sollte ein neuer Mietspiegel wegen des wissenschaftlichen Ansatzes besser mit dem Prädikat „Qualifiziert“ tituliert werden.
Während der Mieterbund Wiesbaden einen Öko-Mietspiegel positiv sieht, da er den Mietern „zusätzliche Erkenntnisse“ darüber bringen kann wie die Miete differiert, lehnt Haus & Grund Wiesbaden einen solchen Mietspiegel rigoros ab. Wie die Zeitung berichtet, seien vor allem die hohen Kosten von bis zu angeblich 700.000 Euro für die Erstellung eines Öko-Mietspiegels für die Interessenvertreter der Vermieter inakzeptabel.