Büromieten 2011/2012: Durchschnittsmiete bei 7,67 Euro pro Quadratmeter

7,67 Euro pro Quadratmeter kostet die Miete für ein Büro durchschnittlich in Deutschland im Jahr 2011/2012.

(Berlin, 05.10.2011) - Die Büromieten liegen im Jahr 2011/2012 im Durschnitt bei gutem Nutzungswert bei 7,67 Euro pro Quadratmeter. Das geht aus den jüngsten Ergebnissen des IVD-Gewerbepreisspiegels 2011/2012 für den Bürovermietungsmarkt hervor. Das sind 0,06 Euro mehr als noch vor Jahresfrist und entspricht einer Steigerung von 0,7 Prozent. Bei der Anmietung von Büroflächen mit mittlerem Nutzungswert liegen die Mietpreise für Büroräume durchschnittlich bei 5,90 Euro pro Quadratmeter nach zuletzt 5,86 Euro im Jahr 2010.

Büromieten in München und Düsseldorf am höchsten

Die höchsten Mietpreise für Büros müssen Mieter in München bezahlen: Die bayerische Metropole ist sowohl bei der durchschnittlichen Büromiete als auch bei der Schwerpunktmiete für gutzen Nutzungswert mit 28,00 Euro pro Quadratmeter Spitzenreiter. Auf den Plätzen zwei und drei landen in den besten Lagen der Innenstadt die Mietpreise pro Quadratmeter Bürofläche in Düsseldorf (19,00 Euro) und Frankfurt am Main (18,00 Euro). Köln folgt mit 15,00 Euro auf Rang vier, Stuttart mit 14,00 Euro auf Rang fünf, die Hansestadt Hamburg sowie die Hauptstadt Berlin landen gemeinsam auf dem sechsten Platz mit jeweils 13,00 Euro.

Bei mittlerem Nutzungswert der Büroräme müssen in München mit 18,00 Euro mehr als das Dreifache im Bundesdurchschnitt (5,90 Euro) bezahlt werden. In Frankfurt müssen immerhin noch mehr als das Zweifache (14,00 Euro) dieses Preises bezahlt werden.

Gute Lagen sind bei der Anmietung von Büroräumen gefragt

„Bei den Büromieten zeigt sich folgendes Bild: Je größer die Stadt und je besser der Nutzungswert, desto höher die Steigerungsrate bei den Büromieten“, beschreibt IVD-Präsident Jens-Ulrich Kießling die aktuelle Situation. In Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern für Flächen mit gutem Nutzungswert liegen die Quadratmetermieten 2,8 Prozent höher als im Jahr 2010. In den Städten mit 250.000 bis 500.000 Einwohnern sind die Preise für Büromieten mit einer guten Ausstattung um 1,8 Prozent gestiegen. Auch in den Mittelstädten bis 100.000 Einwohner (+ 1,0 Prozent) und bis 250.000 Einwohner (plus 1,5 Prozent) ist ein Zuwachs bei den Neuvertragsmieten zu verzeichnen.

„Der höhere Preisanstieg bei den Mieten der Büros mit gutem Nutzungswert in den Großstädten im Vergleich zu denen mit mittlerem Nutzungswert zeigt, dass die Bereitschaft zur Anmietung von Flächen in den zentralen und guten Lagen angestiegen ist“, sagt Jürgen Michael Schick, Vizepräsident des IVD. „Der Trend zur Anmietung von „Adresslagen“ ist ein typisches Merkmal eines gut laufenden Büroimmobilienmarktes. Angesichts der guten konjunkturellen Lage im ersten Halbjahr 2011 scheinen die Unternehmen für gute Adressen durchaus etwas höhere Mieten in Kauf zu nehmen.“ Das gleiche gelte für die so genannten „Grünen Büros“, die in nachhaltiger Bauweise errichtet sind. Erste Umfragen zeigten, dass die Nutzer bereit seien, eine etwas erhöhte Miete in Kauf zu nehmen, wobei die Mietsteigerung zwischen drei und acht Prozent liege. „Der Anstieg bei der Nettomiete wird in der Regel durch geringere Bewirtschaftungskosten wieder ausgeglichen, so dass der Anstieg bei den Mieten für den Nutzer mitunter sogar überkompensiert wird“, erklärt Schick.

Im Zuge der sich abkühlenden Konjunktur sei eine konstante Nachfrage nach Büroflächen nur in den großen Städten zu erwarten. „Eine Ausweitung der Flächennachfrage im vierten Quartal 2011 und im ersten Halbjahr 2012 ist eher nicht zu erwarten“, prognostiziert Kießling. „Dennoch wirken die positiven Daten vom Arbeitsmarkt mit der hohen Beschäftigungsquote und der leicht sinkenden Tendenz bei der Arbeitslosigkeit stabilisierend auf die Nachfrage nach Büroflächen.“

Der IVD-Gewerbepreisspiegel informiert jährlich über die Entwicklung der Gewerbeimmobilienmärkte in etwa 340 Städten in Deutschland. Grundlage sind die Marktpreise aus dem zweiten und dritten Quartal 2011.  

 
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