Ladenlokale: Spitzenmieten in den deutschen Fußgängerzonen ziehen an

Einzelhandelsimmobilien: Spitzenmieten für Ladenlokale in den Toplagen der deutschen Fußgängerzonen steigen wieder – München vor Berlin und Hamburg wieder der Primus!

(Hamburg, 29.09.2011) - Die Mieten für Ladenlokale in den 1A-Lagen der Fußgängerzonen in deutschen City-Zentren sind im Vergleich zum Vorjahr wieder etwas teurer geworden und im Durchschnitt um 0,4 % gestiegen, das zeigen die Erhebungen des auf Einzelhandelsimmobilien spezialisierten Immobilienmaklers LÜHRMANN. Gewinner waren erneut die deutschen Großstädte. In den vierzehn einwohnerstärksten Städten Deutschlands stiegen die Mieten in den besten Lagen der Fußgängerzonen, verglichen mit dem September vor Jahresfrist, um 2,2 % im Durchschnitt. 

In 79 Prozent und damit 187 aller 239 von LÜHRMANN untersuchten Innenstädte sind die Ladenmieten in den 1A-Lagen insgesamt gestiegen oder blieben stabil. Diese Zahlen veröffentlichte LÜHRMANN jetzt in seinem zur Fachmesse Expo Real 2011 in München veröffentlichten Lagenführer LÜHRMANN L3, der die besten Einkaufslagen sämtlicher für den Einzelhandel relevanten Standorte in Deutschland lückenlos abbildet. Nur 21 % der deutschen Einkaufsstraßen erlebten demnach sinkende  Ladenmieten. Lag die durchschnittliche Spitzenmiete eines 80 bis 100 Quadratmeter großen Ladenlokals in Bestlage vor einem Jahr noch bei 60,20 Euro/qm im Monat, ist sie seit dem vergangenen Jahr um 0,60 Euro auf 60,80 Euro/qm im Monat gestiegen.

Wesentlich eindeutiger ist der positive Trend bei den vierzehn deutschen Metropolen mit mehr als 500.000 Einwohner. Hier sind in 86 Prozent, und damit bei 12 von vierzehn Innenstädten, die Spitzenmieten für Ladenlokale in der 1A-Lage gestiegen. Die durchschnittliche Spitzenmiete für Ladengeschäfte kletterte in den Metropolen von 211,60 Euro/qm pro Monat um 4,50 Euro auf 216,10 Euro/qm im Monat.

Veränderung der Spitzenmiete in den innerstädtischen 1A-Lagen der 14 bevölkerungsreichsten Städte Deutchlands von 2010 bis 2011 (Quelle: Lührmann L3)

 Städte/Mieten Spitzenmiete 2011 (Euro/qm/Monat) Spitzenmiete 2010 (Euro/qm/Monat)

Veränderung (in %)

Bevölkerung Stand 2010 (in TSD)
Berlin  300 300 0,0 3.442 
Hamburg 280 280 0,0 1.774
München 350 320 9,4 1.330
Köln 260 260  0,0 998
Frankfurt/Main 275 280 -1,8 671
Stuttgart 270 250 8,0 601
Düsseldorf 235 230 2,2 586
Dortmund  200 200 0,0 581
Essen 100 100 0,0 576
Bremen 123 124 -0,8 547
Hannover 210 210 0,0 520
Leipzig 125 125 0,0 518
Dresden 90 85 5,9 517
Nürnberg 140 130 7,7 503

Auch in diesem Jahr hat Bayerns Metropole München die Nase vorne. In der Münchner Innenstadt ist die Kaufingerstraße der teuerste Einzelhandelsstandort Deutschlands mit einem Anstieg der Spitzenmiete um 9,4 % auf 350,00 Euro/qm im Monat. Auch der zweite und dritte Platz des Standort-Rankings haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert: Auf Platz zwei steht die Berliner Tauentzienstraße mit einer Spitzenmiete von monatlich 300,00 Euro/qm, gefolgt von der Spitalerstraße in Hamburg, wo für den Quadratmeter bis zu 280,00 Euro erzielt werden. Beide Mieten sind im Vergleich zum letzten Jahr gleichbleibend stabil. Die Frankfurter Zeil hingegen, letztes Jahr noch gemeinsam mit Hamburg auf Platz drei, fällt mit einer Einzelhandelsmiete von 275,00 Euro/qm in der Spitze (-1,8%) um einen Platz zurück auf den vierten Rang.

Auf den folgenden Plätzen der Spitzenmieten für Ladenlokale folgen: die Stuttgarter Königstraße mit 270,00 Euro/qm und einem Plus von 8 %, die Hohe Straße in Köln (260,00 Euro / 0,0%), die Schadowstraße in Düsseldorf (238,00 Euro / 2,2%), die Georgstraße in Hannover (210,00 Euro / 0,0%), der Dortmunder Westenhellweg (200,00 Euro / 0,0%), die Karolinenstraße in Nürnberg (140,00 Euro / 7,7%), die Petersstraße in Leipzig (125,00 Euro / 0,0%), die Bremer Obernstraße (123,00 Euro / - 0,8%), die Limbecker Straße in Essen (100,00 Euro / 0,0%) sowie auf Platz 14 die Prager Straße in Dresden mit monatlich 90,00 Euro pro Quadratmeter und einem Zuwachs von 5,9 Prozent.

Laut Mario Hampel, geschäftsführender Gesellschafter am Berliner LÜHRMANN-Standort, ist die Mietpreisentwicklung ein gutes Abbild der Expansion des filialisierten Einzelhandels in Deutschland.

„Von der Eurokrise unbeeindruckt expandieren die Filialunternehmen weiter in die Innenstädte. Wir beobachten derzeit eine stabile bis leicht steigende Nachfrage nach Ladenlokalen in den deutschen 1A-Lagen. Die Expansionsbestrebungen sind jedoch noch immer durch eine genaue Selektion gekennzeichnet, es gibt erhebliche Unterschiede zwischen einzelnen Lagen, Städten und Regionen“, sagt Mario Hampel. Die deutschen Metropolen haben sich unterdessen endgültig vom restlichen Markt abgekoppelt. „Gerade unter internationalen Erfolgsunternehmen ist der deutsche Einzelhandelsmarkt in den Top-Städten äußerst beliebt. Um die wenigen Premiumflächen zwischen Hamburg, Berlin und München wird daher auch mit harten Bandagen gerungen.“ Der Grund für diese Entwicklungen ist in beiden Fällen die deutsche Konjunktur. Deutschlands Innenstadt-Einzelhandel ist, im Gegensatz zu vielen anderen Ländern, seit vielen Jahren beständig. Das wissen natürlich auch die großen Filialunternehmen. Jeder will sich so sein Stück des Kuchens sichern“,

so Hampel weiter.
 

 
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