Mietmarkt Sachsen / Sachsen-Anhalt: Mieten mit Trend nach oben

Die Mieten in Sachsen und Sachsen-Anhalt steigen vor allem in den Großstädten leicht an 

(Leipzig, 23.09.2011) - In mittelgroßen und kleineren Städten lässt sich dieser Trend nicht beobachten. Hier blieben die Preise im vergangenen Jahr stabil. Bei den Laden und Büromieten zeigt sich hingegen ein differenzierteres Bild. Je nach Stadt und Lage gibt es teils deutliche Unterschiede. Deutlich feststellbar ist aber, dass immer mehr Menschen Immobilien als sichere Wertanlage für sich entdecken und zunehmend bereit sind, für ein entsprechendes Angebot auch einen höheren Preis zu akzeptieren. Dies geht aus dem aktuellen Preisspiegel des Immobilienverbands Deutschland Mitte-Ost (IVD Mitte-Ost) hervor. Das Zahlenwerk erfasst die Marktentwicklungen der Immobilienbranche in insgesamt 25 Städten Sachsens und Sachsen-Anhalts.

Mietmarkt mit Trend nach oben

Bei der Hälfte der ausgewerteten Städte registrierten die Immobilienexperten des IVD Mitte-Ost eine Steigerung bei den Mieten. Wohnungen mit einfachem Wohnwert und einer Fertigstellung bis 1948 werden ebenso teurer wie Wohnungen mit einer Fertigstellung nach 1949 festzustellen. Neugebaute Wohnungen mit gutem Wohnwert verzeichnen hingegen ein gleichmäßiges Preisverhältnis. Allerdings sollten auch hier Mieter in naher Zukunft nicht mit fallenden Werten rechnen. „Die Verknüpfung von Arbeiten, Wohnen und Leben, die gute Infrastruktur und vor allem die besseren beruflichen Perspektiven lassen die Attraktivität von mittelgroßen und Großstädten offenbar deutlich ansteigen. Auch die stabile Wirtschaftslage trägt dazu bei, dass weitaus weniger Menschen ihre Arbeit verloren haben, als befürchtet“, schätzt Karl-Heinz Weiss ein.

Der Regionalvorsitzende des IVD Mitte-Ost resümiert: „Größere Umzugswellen in kostengünstigere Wohnungen und weniger begehrte Lagen blieben aus. Für den hiesigen Immobilienmarkt bedeutet das eine Stabilisierung. Die meisten mittelgroßen Städte verzeichnen im Durchschnitt stabile bis leicht steigende Werte.“ Zudem sei feststellbar, dass offenbar nicht mehr in allen Ausstattungsklassen und Lagen ausreichend Angebot vorhanden ist. Weiss: „Die Preise ziehen daher leicht an. Vor allem bei den sächsischen Großstädten Chemnitz, Dresden und Leipzig wird dies deutlich. In Sachsen-Anhalt folgt Magdeburg dem Trend, während in Halle die gleichen Preise wie im Vorjahr aufgerufen werden.“

Auch die Spitzenmieten stiegen mehrheitlich. „Die Bereitschaft für etwas Hochwertiges einen angemessenen Preis zu bezahlen, ist scheinbar sehr ausgeprägt. Offensichtlich ist das Angebot mittlerweile kleiner als die Nachfrage“, so Weiss. Die höchste Spitzenmiete wird nach wie vor in Leipzig gezahlt. In absoluten Toplagen werden hier bis zu 10,00 Euro pro Quadratmeter verlangt.
 

 
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