Meersburg auch weiterhin ohne Mietspiegel

Für die Stadt Meersburg am Bodensee mit ihren rund 5.700 Einwohnern wird es auf künftig keinen Mietspiegel geben.

(Meersburg, 23.09.2011) - Der Stadtrat in Meersburg hat auf einer Sitzung einvernehmlich beschlossen, dass sich die Stadt nicht an der Erstellung eines Mietspiegels beteiligen wird. Das berichtet die "Schwäbische Zeitung" (Onlineausgabe). Friedrichshafen beabsichtigt zur Zeit, einen qualifizierten Mietspiegel zu erarbeiten und bietet Kommunen im Bodenseekreis an, sich an der Erstellung zu beteiligen. Meersburg hätte sich an dem von der Stadt Friedrichhafen in Auftrag gegebenen Mietspiegel mit rund 4.000 Euro sollen. Für Meersburg wäre es durch die Beteiligung eine preiswerte Möglichkeit gewesen, Rechtssicherheit für die Mietparteien zu schaffen.

Meersburg ist mittlerweile die sechste Kommune die es ablehnt sich an der Mietspiegelerstellung zu beteiligen. Die Städte Überlingen und Tettnang sowie die Gemeinden Heiligenberg, Sipplingen und Immenstaad hatten bereits vorher eine Beteiligung abgelehnt.

In der Begründung des Stadtrats heißt es unter anderem, dass Meersburg bislang keinen Mietspiegel brauche und für nichts bezahlt werde, wovon die Stadt nichts hat. Das Zusammenspiel von Mietern und Vermietern wenn es um die Bestimmung der Mieten geht, habe bis jetzt auch ohne Mietspiegel funktioniert. 

 
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