München / Köln: Kleine Mietwohnungen, große Mietpreise

Kleine Mietwohnungen, große Mietpreise in München und in Köln.

(Düsseldorf/Frankfurt, 04.08.2011) - Unter Deutschlands großen Städten sind in München und Köln kleine Wohnungen im Schnitt am teuersten. So müssen in Köln die Mieter für eine Wohnung, die kleiner als 45 Quadratmeter ist mit einem Preis pro Quadratmeter von 10,70 Euro/qm und in München mit einem Mietpreis von 13,65 Euro/qm bei Anmietung von Wohnraum rechnen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung der NAI apollo residential advisory, Düsseldorf, in dem aktuell veröffentlichten Wohnungsmarktbericht 2010/2011 für Deutschland.

In der Hauptstadt Berlin, in Hamburg und in Düsseldorf gilt für Wohnungssuchende indes: Je größer die Wohnung, desto höher ist der Quadratmetermietpreis, den der Vermieter verlangt. Im vergangenen Jahr wurden in Berlin Mietwohnungen ab 90 Quadratmeter Wohnfläche im Durchschnitt zu 8,15 Euro/qm,  in Hamburg zu 11,50 Euro/qm und in Düsseldorf zu 10,20 Euro/q m angeboten. In Frankfurt am Main gleichen sich die Werte.

Der einhundert Seiten umfassende Marktbericht enthält die Untersuchungsergebnisse zur Angebots- und Nachfrageentwicklung auf dem deutschen Wohnungsmarkt bei zeitlicher und räumlicher Differenzierung sowie Informationen zum Transaktionsgeschehen von Wohnungsportfolios bis einschließlich zum ersten Quartal 2011. Zudem wurden Stärken- und Schwächenprofile auf der Ebene der Landkreise und Steckbriefe für die 16 Bundesländer mit Zeitanalysen der Nachfrage- und Angebotssituation erstellt.

Die Untersuchung der wohnungswirtschaftlichen Teilmärkte in den sechs großen deutschen Metropolen ergab, dass sich die Mieten in Top-Lagen zum Teil immer mehr angleichen. Das gilt vor allem für die Wohnungsmärkte Berlin, Düsseldorf und Köln, wo die Mietangebote an den teuersten Standorten im Schnitt bei 12,70 Euro/qm (Berlin-Mitte) bzw. 13,20 Euro/qm (Düsseldorf-Oberkassel) und 11,55 Euro/qm (Köln-Altstadt-Süd) lagen.

Der teuerste Teilmarkt wurde mit im Durchschnitt 17,05 Euro/qm im vergangenen Jahr in der Hamburger Neustadt gemessen. Der zweite Platz belegt der Teilmarkt Altstadt-Lehel in München (16,40 Euro/qm), Platz 3 Frankfurt, Westend-Süd (15,40 Euro/qm).

Unsere Analyse nach Postleitzahlbereichen ergab, dass es in den räumlichen Teilmärkten weiterhin zu Mietpreissteigerungen kommt, sich dieser Anstieg aber in den meisten Fällen verlangsamt hat“, erläutert Dr. Konrad Kanzler. Als Grund für die hohen Mietpreise bei kleineren Wohnflächen führt der Head of Research an, dass die Gesamtmiete für größere Wohneinheiten für viele Haushalte unerschwinglich geworden sei und sich der Nachfragedruck nach kleineren Mietwohnungen erhöht habe. Und das führte zu entsprechenden Preissteigerungen. Rückläufige Mietpreise fanden hingegen nur in geringem Umfang statt und konnten auch nur für wenige Standorten ermittelt werden.
 

 
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