Stadt Überlingen am Bodensee verzichtet auf die Erstellung eines Mietspiegels.
(Überlingen, 08.07.2011) - Für Überlingen am Bodensee wird es aufgrund der angespannten Haushaltslage auch künftig keinen Mietspiegel geben. Wie der "Südkurier" (Onlineausgabe) berichtet, hat dies der Verwaltungsausschuss des Gemeinderats beschlossen. Derzeit plant Friedrichshafen die Erstellung eines gemeinsamen Mietspiegels mit allen dem Bodenseekreis angehörigen Städten und Gemeinden. Einige Städte und Gemeinden des Bodenseekreises sind bereits mit im Boot, so beispielsweise Kressbronn oder Eriskirch. Für Kressbronn liegen die Kosten an der Beteiligung der aktuellen Mietspiegelerstellung bei rund 5.000 Euro, Eriskrich ist mit rund 2.300 Euro mit von der Partie - wohlgemerkt für die Erstellung eines "qualifizierten" Mietspiegels.
Das Überlingen jetzt nicht mitzieht liege an den Kosten für die Erstellung eines Mietspiegels - jetzt und in Zukunft. Denn wenn Überlingen jetzt einsteigen würde, müsste die Fortschreibung bzw. Neuerstellung regelmäßig fortgeführt werden und "davor warne ich", so Überlingens Oberbürgermeisterin Sabine Becker. Die Kosten der Beteiligung an der Mietspiegelerstellung für Überlingen wurden auf rund 12.000 Euro geschätzt. Hinzu gekommen wären angeblich noch erhebliche Verwaltungsleistungen.
Ein Mietspiegel für Überlingen ist jetzt erstmals vom Tisch. Die Überlinger müssen auch künftig auf eine Übersicht über die "ortsübliche Vergleichsmiete" verzichten.