Berlin: Wohnungsmieten auf dem Neuvermietungsmarkt größtenteils gestiegen

Berlin: Wohnungsmieten auf dem Neuvermietungsmarkt größtenteils gestiegen(Berlin, 30.06.2011) - Wie auch in den letzten Jahren sind die Wohnungsmieten auf dem Berliner Neuvermietungsmarkt größtenteils gestiegen. Die von den Marktberichterstattern des IVD Berlin-Brandenburg e.V. übermittelten Mietpreise lagen je nach Berliner Stadtraum in der Standardwohnlage (überwiegende Lage im jeweiligen Bezirk) zwischen 5,40 Euro und 7,25 Euro/qm/Monat nettokalt und damit zwischen Null Prozent und 14,3 Prozent höher als die Mieten bei Neuabschlüssen im Vergleich zum Jahr 2009.

Die durchschnittliche Mietdynamik seit Mai 2009 für Berlin beträgt rund 7,3 Prozent. Die Schwerpunktmiete (die am häufigsten anzutreffende Miete) liegt 2011 in Standardwohnlagen bei monatlich 6,20 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche nettokalt. Im Vorjahr lag sie noch nettokalt bei 6,00 Euro/qm/Monat, 2009 bei 5,80 Euro/qm/Monat.

In den Vorzugswohnlagen Berlins erreichen 2011 die Mieten bei Neuabschluss 7,50 Euro/qm/Monat im Vergleich zu 7,25 Euro/qm/Monat in 2010 und 6,99 Euro/qm in 2009 jeweils nettokalt. Damit liegen die zum Stichtag 1. Mai 2011 ermittelten Neuabschlussmieten etwa 20 Prozent über den Vergleichsmieten des offiziellen Berliner Mietspiegels, der mit dem Stichtag 1. September 2010 weniger aktuell ist.

„Der Marktmietspiegel stellt die aktuellen Marktpreise dar und kann so die Wirklichkeit auf dem Mietmarkt viel deutlicher abbilden als die vergangenheitsbedingten Mietspiegel-Daten“, erklärt Andreas Schories, stellvertretender Vorsitzender des IVD-Wertermittlungsausschusses und öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger. „Mit einer Neuvermietungsquote von zehn Prozent im Jahr werden in der Mieterhauptstadt Berlin jährlich rund 200.000 Wohnungen neu vermietet. Somit bietet der IVD-Marktmietspiegel ergänzend zum offiziellen Marktmietspiegel, der als Richtwert für Bestandsmieten fungiert, eine Orientierungshilfe für Neuvertragsmieten. Für die Marktakteure bedeutet dies mehr Transparenz.“

Vergleicht man die Mietpreisentwicklung seit Mai 2009 in einzelnen Bezirken Berlins, ist seit 2009 eine kontinuierliche Spreizung der Mietpreisentwicklung festzustellen. Die größten Mietpreissteigerungen verzeichnet die IVD-Markberichterstatter für Mietwohnungen in Lichtenberg (plus 14,3 Prozent) sowie in Neukölln (13,7 Prozent) und Mitte (12 Prozent).  In Lichtenberg liegt die Schwerpunktmiete in der Standardwohnlage bei 5,60 Euro/qm, in Neukölln bei 5,40 Euro/qm und in Berlin-Mitte bei 7,00 Euro/qm.

In Marzahn-Hellersdorf (plus 0,9 Prozent) gab es nur eine geringe Preissteigerung und in Spandau lag die Mietdynamik bei Null Prozent. Hier liegt der Schwerpunkt der Mieten bei 5,55 Euro/qm (Marzahn-Hellerdorf) bzw. 5,40 Euro/qm in Spandau.

Der aktuelle Berliner Marktmietspiegel ist beim IVD Berlin-Brandenburg (www.ivd-berlin-brandenburg.de) erhältlich. Der Regionalverband hat rund 1.300 Verträge und Angaben von 50 Hausverwaltungen ausgewertet. Bei der Ermittlung der „Marktmieten“ berücksichtigt der IVD im Vergleich zum offiziellen Mietspiegel Berlin, der die ortsüblichen Vergleichsmieten gemäß § 558 Abs. 2 BGB darstellt, nur die Preise bei Neuvermietungen. Bestandsmieten bleiben unberücksichtigt.  

Foto: (c) Henrik Gerold Vogel / pixelio.de

 
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