(München, 07.05.2011) - Der Mietspiegel München 2011 / 2012 ist gerade wenige Wochen alt, doch nun sorgt das neue Zahlenwerk über die ortsüblichen Vergleichsmieten der bayernischen Landeshauptstadt für Unmut auf Vermieterseite.
Laut Haus- und Grundbesitzerverein München soll der Mietspiegel 2011 / 2012 voller Widersprüche sein. Die Münchner Vermieter sind "not amused" über das "wissenschaftlich-fundierte" Zahlenwerk und zweifeln es an. Lag im Jahr 2009 die Durchschnittsmiete pro Quadratmeter laut offiziellem Mietspiegel in München noch bei 9,89 Euro ohne Nebenkosten, sind die Mieten im akutellen Mietspiegel 2011 auf 9,79 Euro gesunken. Eigentlich hatten die Vermieter mit einer Steigerung der durchschnittlichen Mietpreise jenseits der 10 Euro gerechnet.
Diese Mietwert stehen im Widerspruch nicht nur zu den mehr als 5.000 Vergleichsmieten von Haus + Grund München, sie sollen auch im Widerspruch zu den eigenen Zahlen der Stadt München stehen, die sie in dem vom Referat für Stadtplanung und Bauordnung herausgegebenen Bericht zur Wohnungssituation in München regelmäßig veröffentlicht, so der Haus- und Grundbesitzerverein München. Im städtischen Bericht zur Wohnungssituation in München liegt der dort geführte Wert für den Quadratmeter bei 11,58 Euro pro Quadratmeter für das Jahr 2011.
Wie die jetzt die Münchner "tz" (Onlineausgabe) berichtet, soll nun ein Prozess um eine Mieterhöhung als Präzedenzfall abgewartet werden, um die Angaben des Münchner Mietspiegels von den Richtern überprüfen zu lassen. Kommen die vom Gericht beauftragten Gutachter zu höheren als die im Mietspiegel ausgewiesenen Werten, könnte der qualifizierte Mietspiegel an Ansehen und vor allem an Beweiskraft, seiner "Vermutungswirkung" verlieren. Den aktuellen Mietspiegel 2011 / 2012 der Stadt München finden sie hier.
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