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Der Mietspiegel besteht nun schon längere Zeit. Alle Proteste oder eingeholte Auskünfte "verliefen im Sand". Die ehemals Verkehrslärm belastete Schloßstrasse (mit entsprechenden Mietabschlag) in Bockenheim ist laut Mietspiegel etc. immer noch eine ruhige Strasse ohne nennenswerten Verkehr ! Einfach lachhaft ! Dabei handelt es sich bei dieser Strasse um eine Kreisstrasse, die der Definition nach dem zwischen- und innerörtlichen Verkehr (auch Durchgangsverkehr)dient und damit Verkehrsbelastet ist. Der einzigste Sinn des Mietspiegels kann deshalb nur die "Gewinnmaximierung" bei der Mieteinnahme sein, sowie eine gewinnträchtigere Vermarktung des ehem. Uni-Geländes. Die gezielte "Entfernung" von Geringverdienern und alten Leuten aus den betroffenen Gebiet ist in diesen Zusammenhang nur ein "ungewollter" Nebeneffekt.
Mit der Wohnlageneinteilung im Mietspiegel 2010 hat die Stadt Frankfurt einen Bock geschossen, ein Zwölfender sieht anders aus.
Zum ersten Mal seit Einführung des Mietspiegels vor ca. 20 Jahren findet sich der hässliche Platz an der Konstabler Wache in der gleichen Wohnlage wieder wie das Villenviertel in der Frauenlobstraße. Auf einen Blick kann jede/r die offensichtlichen Unterschiede im Wohnumfeld erkennen.
Haben eigentlich die Firmen "InWIS Forschung und Beratung" und "Foerster & Thelen" jemals zuvor einen Mietspiegel erstellt? Können die das eigentlich?
Nämlich auch die Zeil!! wird derselben Wohnlage wie z.B. die Jordanstraße zugeordnet. Die Einkaufsmeile und die Jordanstraße in einer Wohnlage! Es verschlägt einem die Sprache.
Ist schon Karneval? Na, egal.
Ein dreifaches Helau, liebe Närrinnen und Narrhalesen!
Waldi
Hallo Bernd,
"die Lage stellt ein komplexes und in seiner Wirkung durchaus umstrittenes Wohnwertmerkmal dar." (Quelle: www.mietspiegel.com/files/hinweise-erstellung-von-mietspiegeln.pdf, S.25) Ein Mietspiegel muss den Hinweisen des BMVBW entsprechen. Auf S. 62 sind Angaben zur Lage einer Wohnung gemacht, u.a. muss bei der Wohnlage auch die Beeinträchtigung durch Lärm beachtet werden. Der Frankfurter Mietspiegel hält sein Augenmerk nur auf Straßenlärm.
Der Frankfurter Mietspiegel ist ein qualifizierter, d.h. er wird unter Anwendung wissenschaftlicher Methoden erstellt und muss dokumentiert werden. Die Dokumentation muss öffentlich zugänglich sein. (a.a.O., S. 34) Ort und Zeit der Einsichtnahme kann beim Wohnungsamt erfragt werden: info.amt64@stadt-frankfurt.de
In Bockenheim gibt es einen Aktionskreis zum Mietspiegel, der in nächster Zeit unterschiedliche Aktionen durchführt. Kontakt: Stadtteilbüro, Leipziger Str. 91, Tel.:71914944, www.zukunft-bockenheim.de, kontakt@zukunft-bockenheim.de
Nicht nur Mieter/innen aus allen Stadtteilen sind willkommen.
Wilma
15% Mieterhöhung für das Wohnen in der Einflugschneise spricht eindeutig für die Inkompetenz und / oder Ignoranz der Verantwortlichen. Mietspiegel in denen neue teure Innenstadtlagen eingeführt werden, die in erheblichem Maße betroffen sind von zusätzlichem Fluglärm, durch die zeitgleiche Inbetriebnahme einer stadtnahen und lärmbelastenden Landebahn, kann man nicht qualifiziert nennen. Nichts gegen Flughafenausbau und damit verbundenen neuen Arbeitsplätzen, aber Betroffenen noch die Miete um 15% zu erhöhen, das ist unverschämt !
Die Stadt Frankfurt hat erstmalig seit Einführung des Mietspiegels zu den sonst üblichen drei Wohnlagen die Kategorien "Innenstadtgebiet 1 und 2" eingeführt. Die Erläuterung dieser Wohnlagen wurde in der Broschüre des Mietspiegels nicht ausführlich und verständlich dargestellt. Ein kurzer Satz (S. 5) scheint den Verantwortlichen zu reichen: "Für Erläuterungen zur Wohnlage ist das Amt für Wohnungswesen zuständig." Den freundlichen MitarbeiterInnen des Wohnungsamtes wird damit der Schwarze Peter zugeschoben. Dabei schreibt selbst das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen in seinen Hinweisen zur Erstellung von Mietspiegeln: "Die Lage stellt ein komplexes und in seiner Wirkung durchaus umstrittenes Wohnwertmerkmal dar." Das kann man wohl sagen: In Frankfurt wurde u.a. im Stadtteil Bockenheim das Viertel mit meist einfachen bis sehr einfachen Wohnungen in 4- bis 5-stöckigen Mietshäusern zur gehobenen Wohnlage des Innenstadtgebiets 2 erklärt. Aufgrund dieser Lage kann die Miete um 1,24 € pro qm erhöht werden. Allerdings erfährt ein anderer Stadtteil Bockenheims, das Diplomatenviertel, die gleiche Bewertung. Das Diplomatenviertel ist ein Viertel mit viel Grün und 1- bis 2-stöckigen Villen mit anonymisierten Klingelschildern.
Ich frage mich jetzt natürlich, von welcher Qualität die wissenschaftliche Methode dieses qualifizierten Mietspiegels ist, die so unterschiedliche Stadtviertel in der Bewertung seiner Lage auf die gleiche Stufe stellt. Da werden viele Frankfurter BürgerInnen noch viele Fragen an die Verantwortlichen in dieser Stadt haben.
Wetterhexe
anscheinend hat die Stadt Frankfurt Interesse daran alteingesessene Mieter aus ihren Wohnungen zu vertreiben weil die Wohnlage offensichtlich für normale Bürger zu gut ist. Vielleicht sollen in den Innenstädten nur mehr Banker , Inmobilienmakler und andere finanzkräftige Menschen wohnen. Ich wohne im Nordend in einer schlichten Wohnung Baujahr 58. Nun flatterte mir eine Mieterhöhung ins Haus korrekt am Mietspiegel orientiert. Der Vermieter findet es sehr großzügig dass er erstmal nur 0,87 € pro qm Wohnlagezuschlag fordert und formuliert seine Forderung als sehr moderat. Ich kann mir ausrechnen dass ein weiterer € pro qm in 2 Jahren fällig ist. Für normale Verdiener und Rentner (auch für mich) sind die Wohnungen dann nicht mehr zu bezahlen. Schlimm finde ich dass die Grünen diesen neuen Mietspiegel unterstützt haben. Na sind ja auch viele Hauseigentümer darunter. Ich frage mich wie man sich wehren kann. Vielleicht sollten wir eine Bürgerinitiative gründen. Wenn nur 5 % all derer die im Moment eine Mieterhöhung bekommen haben mitmachen würden wären wir schon sehr viele. Heidi
Ich kann Michael nur zustimmen - es ist (wiedermal!!) eine Frechheit, der neue Mietspiegel. Ich wohne in Bornheim, ein schönes aber n o r m a l e s Wohnviertel, nichts ist an der Gegend oder an meiner Wohnung "gehoben"! Aber 0,65 EUR darf der Vermieter jetzt auf die Miete aufschlagen, weil Bornheim zu einer "gehobenen Wohnlage" laut Mietspiegel gehört. Und auf einmal gibt's da auch ein Aufschlag, wenn man einigermaßen vernünftige Fenster und Rolläden hat.
Auf die Kommunalpolitiker bin ich jetzt sehr sauer - die kriegen bei der nächsten Wahl einen deftigen Denkzettel!
Der neue Frankfurter Mietspiegel ist eine Frechheit für alteingesessene Bewohner der Innenstadt, denen trotz der wachsenden Lärmbelästigung mit der neuen pauschalen Zoneneinteilung oft eine saftige Mieterhöhung von bis zu 20 Prozent ins Haus flatterte. Was - bitte schön - ist an einer Altimmobilie, an der seit Jahrzehnten nichts mehr getan wurde, so toll, dass nur wegen der Innenstadtlage (Sachsenhausen Nord, rund um den Römer, Westend, Nordend) ein Zuschlag von bis zu 38 Prozent gerechtfertigt sein sollte? Ein Zuschla, der zudem 50 Prozent höher ist als in einem der echten Frankfurter Toplagen, dem Dichterviertel. Finanzschwächere Altmieter werden so aus ihren Wohnungen vertrieben, denn die bringen renoviert mehr Geld.
Sozial sieht anders aus - liebe Stadt Fankfurt! Man muss den Mietspiegel auch nicht unbedingt bei einem Institut Auftrag geben, dass auf seiner Website seine Kompetenz für Vermieter hervorhebt. Da haben die Verantwortlichen bei der Stadt und auch der Mieterverein wohl geschlafen - oder muss man Schlimmeres vermuten?
Nicht nur das mal wieder die Mietpreise angeblich um über 4 Prozent im neuen Frankfurter Mietspiegel gestiegen sind. Die Berechnung anhand der Mietspiegelbroschüre .... komplizierter gehts wohl nicht mehr, ich steig da einfach nicht so recht durch.
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