Hessen: Wohnungsmieten liegen im Schnitt bei rund 7,60 Euro

Wohnen in Hessen 2014 – Erster Wohnungsmarktbericht von JLL in Kooperation mit GWH Immobilien Holding GmbH erschienen.

Im ersten Halbjahr 2014 liegt die durchschnittliche Angebotsmiete in Hessen bei rund 7,60 Euro/m²/Monat. Das geht aus dem ersten Wohnungsmarktbericht für Hessen von JLL in Kooperation mit GWH Immobilien Holding GmbH hervor. Seit 2006 sind die Angebotsmieten in Hessen um 14% und in den letzten vier Jahren, parallel mit der wirtschaftlichen Entwicklung, um 11% gestiegen.

Die durchschnittliche Angebotsmiete im Regierungsbezirk Darmstadt notiert im ersten Halbjahr 2014 mit 8,80 Euro/m²/Monat deutlich oberhalb der anderen zwei Regierungsbezirke. Im Regierungsbezirk Gießen bewegen sich die Angebotsmieten mit 6,40 Euro/m²/Monat rund ein Viertel unter denen vom Regierungsbezirk Darmstadt. Im Regierungsbezirk Kassel sind es mit 5,40 Euro/m²/Monat sogar ein Drittel weniger als die Angebotsmiete in Darmstadt.

Seit 2006 haben sich die Mietpreise in allen Regierungsbezirken positiv entwickelt. Während die Angebotsmieten im Regierungsbezirk Kassel mit 22% am stärksten zunahmen, fielen die Steigerungsraten in den Regierungsbezirken Darmstadt und Gießen mit 15% und 10% vergleichsweise moderat aus. Der Regierungsbezirk Kassel weist zwar die höchste Steigerungsrate auf, allerdings ist das Mietniveau dort wesentlich geringer als in den anderen Regierungsbezirken.

Gegenüber dem Vorjahr erhöhten sich die Mieten im ersten Halbjahr 2014 noch einmal geringfügig. Der Regierungsbezirk Darmstadt legte dabei mit 2% am stärksten zu.

Die Kaufkraftentwicklung in Hessen zwischen 2006 und der ersten Jahreshälfte 2014 liegt mit 18% rund 4 Prozentpunkte über der nominalen Mietentwicklung im selben Zeitraum. Damit entwickelten sich die Mieten trotz des Anstiegs schwächer als die Kaufkraft. Die Inflationsrate beträgt im gleichen Zeitraum 12%, sodass die Mieten seit 2006 um 2 Prozentpunkte stärker gestiegen sind als die Inflationsrate. „Der Preisanstieg der Angebotsmieten bewegt sich folglich zwischen der Entwicklung der Inflationsrate und der Kaufkraft. Ein extremer Mietpreisanstieg kann in Hessen insgesamt nicht beobachtet werden. Da die Bevölkerung weiter zunehmen wird und die Bautätigkeit unzureichend bleibt, dürften dennoch speziell im Regierungsbezirk Darmstadt die Mieten in den nächsten Jahren weiter überdurchschnittlich zulegen“, so Sebastian Grimm, bei JLL Team Leader Residential Valuation Advisory Frankfurt.

Die höchsten Mieten in Hessen werden mit Abstand in Frankfurt aufgerufen. Die Angebotsmiete in der Mainmetropole beträgt durchschnittlich rund 12,05 Euro/m²/Monat, dies entspricht einem Anstieg von 21% in den letzten fünf Jahren. Dabei bewegt sich die Spanne von durchschnittlich 15,60 Euro/m²/Monat im Westend bis 9,25 Euro /m²/Monat in Fechenheim. „Deutlich zu unterscheiden ist hier allerdings zwischen den im Bericht ausgewerteten Angebotsmieten und den Bestandsmieten. Die ausgewerteten Angebotsmieten zeigen die Entwicklung für einen Marktausschnitt basierend auf Fluktuation und Neubau. Die Mietenentwicklung im Bestand ist deutlich moderater“, so Thomas Echelmeyer, Geschäftsführer GWH Immobilien Holding GmbH.

Hessen: Wohnungsmieten liegen im Schnitt bei rund 7,60 Euro
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